Die GTA in der Provinz Cuneo, vom Po- zum Tanarotal, erstreckt sich auf fast 500 km und gliedert sich in 20 Etappen durch die Hochtäler Tanaro, Ellero und Pesio in den Ligurischen Alpen, durch das Vermenagna-, Gesso-, Sturatal in den Seealpen und das Grana-, Maira-, Varaita- und Potal in den südlichen Kottischen Alpen. Von Bagni di Vinadio im Sturatal bis Chiesa di Bellino im Varaitatal, teilt sich die GTA in eine Hauptstrecke und eine Route durch die Hochtäler (sechs Etappen); weitere fünf Etappen ermöglichen die klassische Rundwanderung um den Monviso und andere acht Verbindungsstrecken bieten Ausflüge in die Täler Stura, Maira, Varaita und Po. Die «Posti Tappa» der GTA sind insgesamt 35: neun davon sind Berghütten des Alpenvereins CAI, alle anderen sind private Übernachtungsstrukturen, die meistens zu Gasthäusern, Wallfahrtskirchen, Hotels oder Restaurants gehören. Auf der Strecke oder zumindest gleich in der Nähe befinden sich andere Unterkunftsmöglichkeiten, die bei Schlechtwetter oder in Notfällen aufgesucht werden können, oder falls man die Route der GTA anders aufteilen möchte oder die offiziellen Posti Tappa ausgebucht sind.
Auch die GTA-Route in der Provinz Cuneo kann man entweder von Norden nach Süden oder umgekehrt durchqueren. Im ersten Fall wandert man vom Monviso zum Meer, im zweiten ersteigt man die Täler der Ligurischen Alpen zum majestätischen «Steinkönig». Im Hochtal des Tanaro kann man die GTA mit der Alta Via dei Monti Liguri (Weg durch das Ligurische Gebirge) verbinden. Auf den Wanderwegen der GTA wurden die Ausgaben '95 und '99 des vom CAI und dem ANA organisierten Der Weitwanderweg Via Alpina entstand im Jahre 2000 auf Anregung des Verbandes Grande Traversée des Alpes, der wiederum 1971 in Frankreich geschaffen wurde, um den Wandertourismus in den Alpen zu einem Instrument für die örtliche Entwicklung zu machen.
Die Etappen der Via Alpina im Gebiet von Cuneo verlaufen auf zwei in den Farben Rot und Blau markierten Wegen. Die Via Alpina führt auf gut fünf Routen über die Alpen: der rote Weg ist die Basisroute, der blaue führt vom Schweizer Wallis zu den französischen Seealpen, der violette verläuft in den Ostalpen, der grüne in der Schweiz und der gelbe zwischen den Dolomiten und den Ostalpen. Die Provinz Cuneo ist eines der wenigen italienischen Gebiete, auf dem sich zwei Wege der Via Alpina schneiden. Die aus 17 Etappen bestehende rote Strecke geht vom Col Maurin (oberes Mairatal) zum Colle di Nava, die blaue Strecke durchquert die Täler Po, Varaita und Maira und führt von Pian della Regina (Crissolo) nach Chiappera.